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26.02.2014: Kolpingwerk Europa benennt Fragen zur Europawahl 2014

Menschen sollen Europa auch als soziales Projekt begreifen – Demokratische Legitimation ist notwendig

Mit Blick auf die Europawahlen 2014 hat das Kolpingwerk Europa in einer heute verabschiedeten Erklärung die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, den Dialog mit ihren regionalen Kandidatinnen und Kandidaten zu suchen. Sie sollten „Europa auch als ein soziales Projekt begreifen, in dem Reichtum und Wohlstand über Ländergrenzen hinweg solidarisch geteilt werden“, so die Erklärung.

Weil manche Entscheidungsorgane der Europäischen Union unzureichend demokratisch legitimiert seien, sei eine Stärkung des Europäischen Parlaments unbedingt zu unterstützen. Zudem mache eine hohe Wahlbeteiligung den Wunsch der Bürgerinnen und Bürger deutlich, dass ihre Interessen bei der Gestaltung der europäischen Politik hinreichend berücksichtigt werden.

Mit Bezug auf die Prinzipien der Katholischen Soziallehre ruft das Kolpingwerk Europa dazu auf, bei der Wahlentscheidung eine Reihe von Fragen in den Blick nehmen: Wie können soziale Krisen wie Jugendarbeitslosigkeit und Armut durch verstärkte Solidarität überwunden werden? Wie kann ein strikterer Ordnungsrahmen für eine gemeinsame Finanzpolitik aussehen, wie kann ein gerechteres Steuersystem entstehen? Fragen müssten die Wählerinnen und Wähler auch danach, wie eine an der Menschenwürde ausgerichtete Asylpolitik aussehen kann und welche Möglichkeiten zur Verhinderung von Menschenhandel bestehen. Und wie kann eine gemeinsame europäische Entwicklungspolitik gestaltet werden?

Das Kolpingwerk Europa hat derzeit mehr als 300.000 Mitglieder in insgesamt 20 Ländern. Davon gehören 13 zur Europäischen Union.


Foto: europarl.de