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18.10.2018: 150 Jahre Kolping Schweiz

Jubiläumsfeier – Ein Zwischenhalt auf dem Weg in die Zukunft: Am 29. und 30. September 2018 feierte Kolping Schweiz mit einem Jubiläumsfest und einem Festgottesdienst den 150. Geburtstag.


Den ersten Teil der Feierlichkeiten bildete das Jubiläumsfest am Samstagabend. Den 140 geladenen Gästen und Delegationen aus den Partnerländern bot der Panoramasaal im Hotel Seeburg Luzern den würdigen Rahmen. Organisator Bernhard Burger verstand es meisterlich, den festlichen mit dem unterhaltenden und offiziellen Teil zu verbinden.

Im Zentrum des Abends stand die Begegnung und der Austausch unter Kolpingfreunden. Kulinarisch verwöhnt und musiklaisch umrahmt von den Klängen der Naturjuuz Echo vom Schattenhalb aus Muotatal und der bolivianischen Trio Curmi übermittelten die Vertreter der Delegationen die passenden Grusworte ihrer Länder. Die Würdigung Bernhard Burgers für seine dreißigjährige Kolpingarbeit und seine offizielle Verabschiedung in den verdienten Ruhestand bildete gewissermaßen den würdigen Abschluss.

Viele werden den Festgottesdienst am Sonntag als Höhepunkt im Jubiläumsjahr empfunden haben. Die Institutskirche, Kloster Baldegg, war an diesem herrlichen Spätsommertag bis auf den letzten Platz gefüllt und den über 400 Teilnehmern aus dem In- und Ausland bot der Blick in die Apsis ein unvergessliches Bild. Eingerahmt von den 27 Fahnendelegationen der Schweizer Kolpingsfamilien bildeten die 13 Zelebranten zu Füßen der Altarbilder der Heiligen, Engeln und des Heilands ein eindrückliches Gemälde.

Im Zentrum des Festgottesdienstes stand die Predigt unseres Generalpräses Msgr. Ottmar Dillenburg. Er ermahnte die Anwesenden mit den drastischen Worten, die Jesus nach dem Markusevangelium (Mk 9, 38-43.45.47-48) an seine Jünger gerichtet hat, dass die Glaubwürdigkeit auch im heutigen Leben ein zentrales Thema sein muss. Mit der eigenen Glaubwürdigkeit steht und fällt der Glaube unserer Gemeinschaft im Kolpingwerk. Dies beginne im ganz Kleinen und geht bis zu den ganz grossen Beispielen. Er forderte, auf die Realitäten unserer Welt zu schauen und adäquat im Geiste Kolpings zu handeln. Jeder und jede genau mit seinen und ihren Möglichkeiten. Genau dieser Handlungsspur sei Adolf Kolping gefolgt.

Msgr. Dillenburg erinnerte in seiner Predigt daran, dass es auf jeden Christen ankomme, auch in unserer Zeit. Die sozialen Probleme wollen erkannt und gelöst werden. Er gratulierte dem Schweizer Kolpingwerk und dankte für das Engagement, Mitdenken.- und Mittun der letzten 150 Jahre. Kolping Schweiz sei es im besonderen gelungen, die entwicklungspolitische Zusammenarbeit in unseren Partnerländern auf- und auszubauen und Impulse zur Selbsthilfe zu geben. Geglückt sei dies, weil Einzelne sich engagiert haben, weil Kolpingsfamilien ihre Aktivitäten gesehen haben und sich haben anstecken lassen auch von neuen Ideen. Das Zitat Adolph Kolpings „Anfangen ist oft das Schwerste, treu bleiben das Beste“ verband er mit den besten Wünschen für die Zukunft und der Aufforderung an alle sich weiterhin in den Dienst sozialer Aktivität zu stellen.

Die Zeit der Begegnung bot im Anschluss an die Messe die willkommene Gelegenheit, alte Bekannte wiederzusehen und sich auszutauschen. Einige ausländische Delegationen nutzten noch die Möglichkeit und richteten ihren Dank an die Schweizer Kolpinggemeinschaft. Das herrliche Wetter trug sicherlich dazu bei, dass einem der Abschied schwerfiel. Leider ging das eindrückliche Jubiläumsfest in Baldegg viel zu schnell vorbei. Was bleibt, sind gute Erinnerungen und vielleicht der ein oder andere gute Vorsatz für das persönliche Engagement bei Kolping.

Peter Jung, Geschäftsführer Kolping Schweiz